zum künstlerkeller  
       
   
                 
   

 

 

Die Verbindung zwischen der Freyburger Schankwirtschaft und der Familie Sabine
Kannetzkys kam 1890 zustande. Ihr Großvater Gustav Kretzschmar erwarb seinerzeit das Domizil nebst Ländereien und legte den Grundstein zu einem florierenden Familienbetrieb.

Eine wahre Blütezeit brachten dem Künstlerkeller
die 30iger Jahre, als Rudolf Kretzschmar das Freyburger Winzerfest aus der Taufe hob. Das war 1933.

Mit Fingerspitzengefühl und viel Geschick verstand es Rudolf Kretzschmar, illustre Gäste wie Künstler, Professoren und auch Studenten aus den umliegenden großen Städten wie Jena, Halle und Leipzig in seinen Künstlerkeller zu munteren Feiern zu locken, die sich nicht selten bis ins Morgengrauen zogen.

Dann aber kam der Krieg mit all seinen schrecklichen Wirren und machte alle Hoffnungen, alle Wünsche des aufstrebenden Unternehmens zunichte. 1944 musste das Haus geschlossen werden.

Privatwirtschaftlicher Besitz war den Machthabern in Ostberlin schon damals ein Dorn im Auge. Bald verlangte der Staat eine Teilhaberschaft in Form eines VEB (Volkseigener Betrieb).

Es kam, wie es kommen musste. 1972 wurde Margaretha Kretzschmar gezwungen, ihr Unternehmen an den DDR-Staat zu verkaufen, was quasi einer Enteignung gleichkam.

Am 1. Mai 1990 fiel der Künstlerkeller in Freyburg zurück unter die Fittiche der rechtmäßigen Eigentümer, der Familie Kannetzky. Ein denkwürdiges Datum, wie Sabine Kannetzky ihren vielen Gästen aus aller Welt immer wieder gern berichtet. Denn der erste Mai im Jahr 1890 war jener Tag, an dem ihr Großvater die Schankwirtschaft und die Weinberge an der Unstrut erworben hatte. Und das war genau 100 Jahre zuvor.

Mehr erfahren Sie in unserem >Jubiläumsprospekt<